FTMO ist seit Jahren der bekannteste Name im Prop-Trading. Doch Ende 2025 hat der tschechische Anbieter einige Regeländerungen eingeführt, die in der Community für Diskussionen sorgen. Wir haben die Plattform einem erneuten Praxistest unterzogen.
Was ist FTMO?
FTMO (Financial Traders Media Online) ist ein Prop-Trading-Unternehmen mit Sitz in Prag. Das Konzept: Trader bestehen eine zweistufige Challenge und erhalten anschließend Zugang zu einem Funded Account mit bis zu 200.000 USD Fremdkapital. Die Gewinnbeteiligung liegt bei 80/20 zugunsten des Traders.
Anders als bei neueren Anbietern wie Peak Momentum Trading (siehe Peak Momentum Erfahrungen), die auf KI-gestütztes automatisches Trading setzen, muss man bei FTMO die Challenge komplett selbst bestehen. Das erfordert echtes Trading-Können und Disziplin.
Die Regeländerungen Ende 2025
Im November 2025 hat FTMO mehrere Änderungen vorgenommen, die die Community polarisiert haben:
- Erhöhte Challengegebühren: Die Gebühr für das 100k-Konto stieg von 540€ auf 620€.
- Strengere Drawdown-Regeln: Der maximale tägliche Drawdown wurde von 5% auf 4% gesenkt.
- Neue Handelszeiten-Beschränkungen: Trading ist jetzt nur noch zwischen 8:00 und 22:00 Uhr CET erlaubt.
- Änderungen bei der Gewinnbeteiligung: Für neue Accounts gilt jetzt 75/25 statt 80/20 in den ersten 3 Monaten.
Unser Praxistest
Wir haben im Dezember 2025 eine neue FTMO Challenge mit dem 50k-Konto gestartet. Ergebnis: Die Challenge ist nach wie vor anspruchsvoll, aber machbar – vorausgesetzt, man hat eine getestete Strategie und die nötige Disziplin.
Die erste Phase (FTMO Challenge) haben wir nach 18 Tagen bestanden, die zweite Phase (Verification) nach weiteren 12 Tagen. Insgesamt also rund ein Monat bis zum Funded Account.
Vorteile und Nachteile
Was für FTMO spricht:
- Etablierter Anbieter mit langjähriger Track-Record
- Zuverlässige Auszahlungen (in unserem Test 2-3 Werktage)
- Gute Trading-Plattform und Dashboard
- Große Community und viele Ressourcen
Was dagegen spricht:
- Man muss selbst traden können – kein automatisierter Ansatz
- Die neuen Regeln sind deutlich strenger als bei der Konkurrenz
- Challengegebühren sind gestiegen
- Kein deutscher Support (nur Englisch und Tschechisch)
FTMO vs. Alternativen 2026
Im aktuellen Marktumfeld hat FTMO starke Konkurrenz bekommen. Wer selbst traden möchte, findet bei FundingPips teilweise bessere Konditionen. Und wer nach einem komplett passiven Ansatz sucht, sollte sich unseren KI-Trading-Anbieter-Test ansehen. Die Peak Momentum Erfahrungen in unserem Test waren überraschend positiv – als einziger Anbieter bietet er vollautomatisches KI-Trading, sodass man weder die Challenge noch den anschließenden Handel selbst durchführen muss.
Einen umfassenden Vergleich aller Prop-Trading-Anbieter inklusive Nutzerbewertungen bietet die Community-Plattform PropTradingDACH. Auch der Propfirm Watchdog bewertet FTMO regelmäßig.
Unser Fazit
FTMO bleibt ein solider Prop-Trading-Anbieter, ist aber nicht mehr die unangefochtene Nummer 1. Die Regeländerungen Ende 2025 haben den Einstieg schwieriger und teurer gemacht. Für erfahrene Trader mit bewährter Strategie ist FTMO nach wie vor eine gute Option. Für Anfänger oder Berufstätige ohne Zeit für aktives Trading gibt es inzwischen bessere Alternativen.
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