Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im Dezember 2025 einen Entwurf für verschärfte Regeln im Bereich Trading-Ausbildungen und -Signaldienste vorgelegt. Die Maßnahmen sollen Verbraucher besser vor unseriösen Anbietern schützen.
Was plant die BaFin?
Der Entwurf sieht unter anderem vor:
- Transparenzpflichten: Anbieter von Trading-Ausbildungen müssen künftig ihre eigene Trading-Performance offenlegen.
- Warnhinweise: Standardisierte Risikohinweise müssen prominenter platziert werden.
- Verbot irreführender Darstellungen: Screenshots von Einzeltrades oder selektive Performance-Darstellungen sollen verboten werden.
- Registrierungspflicht: Anbieter mit mehr als 100 Kunden müssen sich bei der BaFin registrieren.
Was bedeutet das für Prop-Trading?
Reine Prop-Trading-Anbieter sind von den neuen Regeln weniger betroffen, da sie keine Ausbildungsdienstleistungen anbieten. Anbieter wie FTMO, FundingPips oder Peak Momentum, die primär Fremdkapital bereitstellen, fallen nicht unter die neuen Transparenzpflichten für Ausbildungsanbieter.
Allerdings plant die BaFin in einem zweiten Schritt auch eine stärkere Regulierung von Prop-Trading-Firmen. Branchenkenner erwarten entsprechende Vorschläge frühestens für 2027.
Fazit
Die verschärften Regeln sind ein Schritt in die richtige Richtung. Zu lange konnten unseriöse Trading-Coaches mit unrealistischen Versprechen werben. Seriöse Anbieter – ob im Bereich Ausbildung oder Prop-Trading – sollten die neuen Regeln begrüßen, da sie das Vertrauen in die gesamte Branche stärken.
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