Wer regelmäßig Geld ins Ausland überweist, kennt das Problem: Die Gebühren und Wechselkurse unterscheiden sich massiv je nach Anbieter. Wir haben Wise und Western Union mit jeweils 5 identischen Überweisungen getestet.
Testergebnis
In allen fünf Testüberweisungen war Wise günstiger als Western Union – teilweise erheblich. Bei einer Überweisung von 1.000€ in die Türkei betrug die Differenz 47€. Bei einer Überweisung nach Thailand waren es 31€.
Fazit
Wise ist für reguläre Auslandsüberweisungen klar die bessere Wahl. Western Union hat nur noch Vorteile, wenn der Empfänger kein Bankkonto hat und das Geld bar abholen muss.
Detaillierte Kostenaufschlüsselung
Die Kostenunterschiede resultieren aus zwei Faktoren: den expliziten Gebühren und dem Wechselkurs-Aufschlag. Wise nutzt den Devisenmittelkurs (den „echten" Kurs) und erhebt eine transparente Gebühr von 0,4-1,5% je nach Währungspaar. Western Union verwendet einen eigenen Kurs mit einem versteckten Aufschlag von 2-5%.
Bei einer Überweisung von 1.000€ nach Polen zahlte man im Test bei Wise 4,23€ Gebühren, bei Western Union 9,90€ plus einen Kursaufschlag von geschätzten 28€ – insgesamt also 37,90€ vs. 4,23€. Bei regelmäßigen Überweisungen summiert sich dieser Unterschied schnell auf mehrere hundert Euro pro Jahr.
Weitere Alternativen
Neben Wise und Western Union gibt es weitere Optionen: Revolut bietet innerhalb des Netzwerks günstige Auslandsüberweisungen, ist aber bei exotischen Währungen teurer. CurrencyFair und OFX sind interessant für größere Beträge über 5.000€. Die klassische SEPA-Überweisung bleibt innerhalb Europas die günstigste Option.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Alle Angaben ohne Gewähr.
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